Nach dem Vorfall in Leipzig, bei dem Medienberichten zufolge ein Tiger am Sonntag aus einer Privathaltung ausgebrochen ist und später erschossen wurde, muss endlich ernsthaft über bundesweit einheitliche Regelungen zur Haltung exotischer, gefährdeter und gefährlicher Tiere gesprochen werden.
Manuel Krauthausen, MdB aus Aachen und Mitglied der AG Tierschutz der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag vertritt eine deutliche Position:
„Mir geht es dabei ausdrücklich nicht um pauschale Verbote oder darum, verantwortungsvollen Tierhaltern ihre Tiere wegzunehmen. Ich verstehe die Faszination für diese majestätischen Tiere sogar sehr gut.
Aber wer solche Tiere hält, übernimmt auch eine enorme Verantwortung gegenüber der öffentlichen Sicherheit, vor allem aber auch gegenüber dem Wohl des Tieres.
Und genau hier haben wir in Deutschland derzeit ein Problem.
Es gibt einen Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen zwischen den Bundesländern.
Teilweise ist eine bestimmte Tierart in einem Bundesland erlaubt, im nächsten verboten.
Manche Giftschlangen dürfen in einer Stadt gehalten werden, 80 Kilometer weiter aber nicht mehr. Das ist weder nachvollziehbar noch langfristig sinnvoll.
Gleichzeitig fehlen häufig klare gesetzliche Mindeststandards:
- Wie groß muss ein Gehege sein?
- Welche Sicherheitsmaßnahmen sind erforderlich?
- Welche Sachkunde muss nachgewiesen werden?
- Wann darf ein Veterinäramt eingreifen?
Genau darüber müssen wir jetzt sprechen.
Ich möchte deshalb in der Arbeitsgruppe Tierschutz die Diskussion über bundeseinheitliche Mindeststandards für die Haltung exotischer und gefährlicher Tiere anstoßen.
Nicht aus Ideologie.
Nicht mit Verboten.
Sondern mit klaren Regeln, mehr Rechtssicherheit, besseren Standards und mehr Verantwortung.
Denn wer Tiere hält, muss auch gewährleisten können, dass Mensch und Tier gleichermaßen geschützt sind.“